FDP/WFO-Fraktion im Rat der Stadt Oldenburg

Montag, 21. Mai 2012
21.02.2011 18.02.2011

Verkehrszählung Am Festungsgraben

Der Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion, Hans-Richard Schwartz, stellt den nachfolgenden Antrag für die nächste Sitzung des Verkehrsausschusses:

 "Auf anliegende Stellungnahme der Sprechergruppe Festungsgraben - Viertel beziehe ich mich hiermit. Die darin geäußerten Zweifel, ob die Ergebnisse der von der Verwaltung im September 2010 vorgenommene Verkehrszählung auch noch nach  Eröffnung der „Schlosshöfe“ Gültigkeit haben wird, werden von mir geteilt. Denn es ist zu erwarten, dass sich ab Mitte März dieses Jahres die Verkehrsströme im Hinblick auf das ECE  neu beordnen werden.

Vor diesem Hintergrund werden wir beantragen,  eine erneute Verkehrszählung – einige Monate nach Inbetriebnahme der „Schlosshöfe“ - in der Straße Am Festungsgraben durchzuführen."

  

 

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17.02.2011

Stellungnahme der Sprechergruppe Festungsgrabenviertel zum Ergebnis der aktuellen Verkehrszählung der Stadt Oldenburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

die aktuelle Verkehrszählung hat ergeben, dass es in unserem Wohnviertel 58 % Durchgangsverkehr gibt. Die Verwaltung der Stadt Oldenburg hat aus den gemessenen Ergebnissen die Folgerung abgeleitet, dass für eine weitere Verkehrsberuhigung „kein Anlass besteht“ (Zitat Bericht Amt für Verkehr und Straßenbau vom 8.02.2011).

Wir als die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner dieses Viertels sind aus folgenden Gründen anderer Ansicht:

Seit 26 Jahren bemühen sich die Menschen unseres Viertels um eine Verkehrsberuhigung, um den Durchgangsverkehr in den Griff zu bekommen. Im Januar 1990 wurde unser Viertel daher als eines der ersten in Oldenburg zu einer Tempo 30-Zone. Leider hat sich diese Maßnahme als ungeeignet erwiesen, um die Nutzung als „Schleichweg“ zu unterbinden.  Bei der aktuellen Messung wurde jeweils 8 Stunden zu Hauptverkehrszeiten der Verkehr gemessen. Es fahren jedoch 24 Stunden Fahrzeuge durch unser Viertel um Wegstrecken abzukürzen, z.B. Taxen, Pizzadienste und sogar LKW wie Autotransporter. Navigationsgeräte weisen den Weg durch unser Viertel auch ortsfremden Autofahrern als den kürzeren Weg aus.

Die bisher erfolgten Verkehrszählungen erfolgten unter verschiedenen Bedingungen und können unseres Erachtens nicht ohne Weiteres mit einander verglichen werden. Erhöhte Verkehre sind mit Beginn des Betriebs in den nur 300 m entfernten Schlosshöfen ab 16. März d. J. zu erwarten.

Zuwenig in den Fokus genommen wurde bisher die völlig unübersichtliche und einzigartige Situation an der Einmündung des Mühlgrabens in den Festungsgraben. Der Verlauf des Festungsgraben ist an dieser Stelle nicht linear, sondern beschreibt nahezu eine S-Kurve, die oft diagonal abkürzend befahren wird (siehe Anlage). Die Situation wird verschärft durch die zahlreichen Verkehre von Besuchern und Mitarbeitern der Deutschen Rentenversicherung, deren Ausfahrt gegenüber des Mühlgraben liegt.  Dadurch wird dieser Bereich fast zu einer echten Kreuzung, die jedoch von keiner Seite überschaubar ist.                                                                                                                                                

Zusätzlich ergeben sich erhöhte Gefahren, weil sich genau hier ein Kindergarten und ein großes Seniorenzentrum befinden. Nach Angaben der Stadt gab es im Jahr 2010 in diesem Bereich 2 Unfälle.

Laut Niederschrift der Sitzung des Verkehrsausschusses vom 19.08.2010 betonte die Verwaltung, dass „die Erarbeitung des Verkehrskonzeptes noch auf ihrer Agenda stehe“ und dass „in der Ausschusssitzung im Juni vereinbart worden sei, dass im Frühjahr 2011 eine neue Verkehrszählung im Quartier durchgeführt werde, um eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu ermöglichen.“ Damit könnte u.a. der Einfluss des ECE auf die Verkehrssituation im Viertel festgestellt werden.

Wir benötigen dringend ein tragfähiges Verkehrskonzept für unser Wohngebiet, wie es ursprünglich geplant war. Unser Vorschlag „Verkehrsberuhigung Festungsgraben“ wurde über den Bürgerhaushalt 2010 in den Haushaltsentwurf für 2011 aufgenommen. Wir bestehen nicht auf der „Ringlösung“, auch wenn wir sie für die geeignetste halten, erwarten jedoch eine Verkehrsberuhigung, die den Durchgangsverkehr nachhaltig unterbindet.           

Mit freundlichen Grüßem                                                                                                  

Ihre Sprechergruppe Festungsgrabenviertel

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