FDP/WFO-Fraktion im Rat der Stadt Oldenburg

Montag, 21. Mai 2012
11.03.2011 11.03.2011

TOP 8.2. des Jugendhilfeausschusses - Einladung eines Vertreters des Projekts ''Nachtwanderer'' aus Aurich

Der Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion, Hans-Richard Schwartz, stellt den nachfolgenden Zusatzantrag zu TOP 8.2  der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 16. März 2011:

"Unter Bezugnahme auf das beigefügte Schreiben der AWO vom 7. März 2011 bittet die FDP-Fraktion darum, zu diesem Thema auch Frau Johanna Stein einzuladen, die gebeten wird, dem Ausschuss das Oldenburger Projekt vorzustellen.
"



*****

Ausgangsschreiben der AWO

"Sehr geehrte Damen und Herren,

bezugnehmend auf den Zeitungsartikel der NWZ vom Samstag, 5. März (Seite 38),
zum Thema „Nachtwanderer in Oldenburg“ möchten wir Ihnen folgendes mitteilen.

Die AWO Kinder, Jugend & Familie Weser-Ems GmbH ist seit mehreren Monaten in
intensiven Gesprächen mit dem Präventionsrat der Stadt Oldenburg, um vor Ort ein
ehrenamtliches Projekt „Nachtwanderer“ ins Leben zu rufen.

Diesbezüglich freuen wir uns sehr, dass die SPD-Fraktion für die kommende
Jugendhilfeauschuss-Sitzung das Thema auf die Tagesordnung setzen läßt und
prüfen lassen möchte, ob „auch in Oldenburg dieses Modell eingeführt werden kann“.

Das Konzept, welches derzeit mit Unterstützung von Frau Blinzler, Präventionsrat,
ausgearbeitet wird, basiert auf den Erfahrungen der Projekte aus Bremen und Aurich.

Nachtwanderer – das sind ehrenamtlich engagierte Erwachsene, die ab ca. 22 Uhr bis
ca. 2 Uhr an Wochenenden oder veranstaltungsreichen Tagen wie dem Kramermarkt,
Stadtfest oder dem Kultursommer in einer Gruppe mit mindestens 4 Personen in
Oldenburg unterwegs sind. Nachtwanderer suchen dabei Orte auf, die Jugendliche
und junge Erwachsene als Treffpunkte nutzen.

Die Nachtwanderer verstehen sich als Ergänzung zu den hauptamtlichen Akteuren
der Stadt. Sie sind kein Jugendschutzteam, keine Kontroll- oder Ordnungsinstanz,
keine Bürgerwehr und keine Deeskalationsexperten. Sie sind da für die Jugendlichen,
hören zu, kümmern sich und haben Interesse an dem, was die Jugendlichen bewegt.
Sie wollen den Jugendlichen eine Stütze in der Nacht sein und ihnen ein sicheres
Gefühl geben.

Jugendliche haben durch die Nachtwanderer einen Ansprechpartner, der sie ernst
nimmt und sie unterstützt. Nachtwanderer pflegen einen respektvollen Umgang mit
den Jugendlichen, nehmen ihre Bedürfnisse und Wünsche ernst, hören zu und helfen,
wenn es nötig ist.

Weitere Details zum Konzept würde Ihnen Frau Johanna Stein, Projektleiterin, gern
persönlich in der Sitzung vorstellen.

Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie unter dem Tagesordnungspunkt sich nicht nur
über die Erfahrungen in Aurich sondern auch über das Oldenburger Konzept
unterrichten lassen würden.

Über eine Rückmeldung freuen wir uns sehr.

Mit freundlichen Grüßen"


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